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DER WOLF

ist inzwischen in den Revieren unseres Kreisgebietes flächendeckend vertreten und die Auswirkungen auf Wildbestand wie –verhalten sind nicht zu verleugnen. Es dürfte kaum einen Revierpächter in unserem Kreisverband geben, der nicht über Risse oder Wolfsbeobachtungen in seinem Jagdbezirk berichten kann – wenn er es denn will! Einige Weidgenossen scheinen weiterhin der Auffassung zu sein, dass wesensfestes Verschweigen des Problems Abhilfe schaffen könne und die Meldung von Wolfsvorkommen sofort wildfremde und der Jagd nicht zugetane Besucher ins Revier locke.

Dem ist nicht so!

Unser Landesjagdverband hat seit 2013 über 80 Mitglieder als Wildtierbeauftragte geschult, die sich gezielt mit dem Monitoring der geschützten Großräuber befassen und als Jäger den Weidgenossen in den Revieren zur Verfügung stehen, wenn Beobachtungen  zu Wolf, Luchs oder gar Wildkatze in ihren Revieren zu erfassen oder zu bewerten sind. Als geschulte Personen – so der offizielle Begriff – sind sie in der Lage, die erhaltenen Informationen so zu protokollieren, dass diese Daten in das Wildmonitoringnetzwerk Sachsen, welches gemeinsam von der TU Forstzoologie in Tharandt und dem Landesjagdverband betrieben wird, eingehen. Diese Informationen sollen entscheidend dazu beitragen, die Informationsdefizite insbesondere in Bezug auf das Wolfsvorkommen in Sachsen zu verringern.

Dies können die Wildtierbeauftragten nicht alleine leisten.

Sie werden ihrer Aufgabe nicht unaufgefordert oder unangemeldet in Ihren Revieren nachgehen, Ihnen aber jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite stehen. Dazu sind sie auf Ihre Mithilfe angewiesen, die in vielen Revieren bereits hervorragend funktioniert. Ein besonderes Weidmannsdank gilt an dieser Stelle den Revierinhabern aus den Hegeringen Laußnitzer Heide und Elstra, die das Monitoring mit zwar wenig erfreulichen, aber dafür umso wertvolleren Informationen versorgt haben.

Hier nehmen Jäger für Jäger eine für uns alle wichtige Aufgabe wahr. Nur wenn wir Klarheit über das Wolfsvorkommen nicht nur in unserem Kreisgebiet schaffen, können langfristig Veränderungen im Schutzstatus des Wolfes erreicht werden. Unser Kooperationspartner bei der TU Forstzoologie, Herr Dr. Norman Stier, ist selbst Jäger und kennt die Befindlichkeiten in den Revieren.

Weidgenossen, die ihren Zugang zum Internet bereits für die Streckenerfassung und –meldung nutzen, können solche Informationen dort auch über die erweiterte Präsenzerfassung eingeben. Auch auf der Seite des LJVSN gibt es ein einfach auszufüllendes „Meldeformular Wolf“, welches sich auf Basisinformationen beschränkt, aber ohne aufwendige Dokumentation die wesentlichen Daten festhält.

Als Wildtierbeauftragte stehen in unseren Kreisverband zur Verfügung:

 Steffen Moschke                    035723 29 196

Friedrich Noltenius                0170 5314 085                                         

Stefan Wolf                               0172 76 08 044

An dieser Stelle bitte ich hier weniger als Vorsitzender unseres Kreisverbandes, vielmehr als Obmann und Wolfsbeauftragter des Landesjagdverbandes um Unterstützung dieses Vorhabens. Auch meine Rufnummer ist hier aufgelistet.

Der Wolf und seine rasante Ausbreitung sind keine Privatsache. Nur wenn wir gemeinsam die Informationen sammeln und sachlich in der Öffentlichkeit darstellen, können wir Veränderungen zu Gunsten von Jagd und Natur erreichen.

Wer sich zusätzlich und aus sehr unterschiedlichen Perspektiven über das Thema Wolf informieren möchte, dem seien die folgenden Internetseiten empfohlen:

    www.wolfszone.de                                                                      

Wer tagesfrisch über den Wolf im deutschsprachigen Blätterwald informiert werden möchte, kann sich im Infoverteiler von Jens Matzen eintragen. Eine kurze Mail an verteiler@infoverteiler-matzen.de genügt.

Friedrich Noltenius

 

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